Glücksspielindustrie in Österreich

In einer Umfrage zur Teilnahme an Glücksspielen aus dem Jahr 2015 gaben 41 Prozent der Befragten an, dass sie in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal an einem Glücksspiel teilgenommen hatten. Das beliebteste Spiel bis war dabei “Lotto 6 aus 45”. Im Jahr 2016 betrug der Gewinn aus dem Spiel 656 Millionen Euro. Aber auch die Casinos stehen in der Alpenrepublik gut dar. Die Casino Austria AG, einer der größten Anbieter von Glücksspielen und Betreiber von Casinos hat im Jahr 2017 etwa 330 Millionen Euro Umsatz gemacht, eine Steigerung um vier Millionen verglichen mit dem Vorjahr. Insgesamt werden nach Schätzungen pro Jahr allein an Spielautomaten und Videoautomaten über 325 Millionen Euro in Österreich verspielt.

Die Aufsicht über das Glücksspiel liegt in Österreich beim Ministerium für Finanzen. Diese Behörde gibt die entsprechenden Konzessionen für Casinos und andere Betriebe aus, in denen Glücksspiele verwendet werden. Die geschieht auf Grundlage des österreichischen Glücksspielgesetzes. Dieses legt auch dar, dass das Glücksspielmonopol beim Staat liegt und dieser entsprechende Genehmigen und Lizenzen vergeben darf. Nach Ansicht der Behörden bezieht sich das auch auf ausländische Anbieter, die eine Genehmigung in einem EU-Staat haben und zum Beispiel ein Online-Casino betreiben, das technisch auch in der Alpenrepublik aufgerufen werden kann – auch sie brauchen eine Konzession. Derzeit sind Online-Konzessionen an eine Tochter der Casino AG vergeben worden.

Diese Firma betreibt 12 Casinos in Österreich, und zwar in Baden, Bad Gestein, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Klein Walsertal, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden und in Wien. Die Konzessionen sind im Jahr 2012 erteilt worden und gelten für einen Zeitraum von 15 Jahren. Damit hat das Unternehmen ein Quasi-Monopol auf das Glücksspiel in Österreich. Der Staat hält außerdem einen Aktienanteil an dem nicht börsennotierten Unternehmen.

In 2017 kamen 2,85 Millionen Besucher in die Casinos des Landes. Da immer mehr Spieler sich den Slots zuwenden, hat man auch die Internetaktivitäten gesteigert und verdient dort über die Tochterfirma 1,6 Milliarden Euro im Jahr.